Kreis Bergstraße prüft aktive Kühlung für seine 75 Schulen
Der Kreis Bergstraße als Schulträger von 75 Schulen will den Hitzeschutz um aktive Kühlung erweitern. Bisher setzt der Kreis auf Verschattungen, Sonnenschutz und Lüftungsanlagen. Der Rekordsommer 2026 habe gezeigt, dass Gebäude sich über mehrere Tage aufheizen können und auch die Nächte kaum Abkühlung bringen, sagt Landrat Christian Engelhardt.
Geprüft werden laut Mitteilung mehrere Varianten: klassische und zentrale Klimaanlagen, Kühlung über vorhandene Leitungen der Fußbodenheizung und Lösungen mit Wasserverdunstung. Geplant sind ein Prioritätenkonzept und ein mehrjähriger Investitionsplan. Bei neuen Schulbauprojekten soll die technische Möglichkeit zur Klimatisierung ab sofort mitgeplant werden.
Den Verzicht auf flächendeckende Klimaanlagen begründet der Kreis bisher auch mit den Investitionen in Photovoltaik auf Schulen und Kreisgebäuden in Höhe mehrerer Millionen Euro. Aktive Kühlung verbraucht allerdings Strom, der dann für die Kühlung fehlt. Diese Abwägung wird im Prioritätenkonzept sichtbar werden.
Der Fall ist interessant für das ganze Kerngebiet: Schulträger sind Kommunen und Kreise, und die Frage, wie Schule im Sommer funktioniert, ist keine technische Detailfrage, sondern eine Frage der Haushalts- und Bauplanung. Regiomelder wird den Investitionsplan verfolgen, sobald er öffentlich vorliegt.
Originalbericht
Kreis Bergstraße